Lichtmaschine

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Beitragvon Lukas L. » So 14. Jan 2018, 18:14

Hallo zusammen.
Ich bin neu hier im Forum und habe mir diesen Herbst auch eine m250b zugelegt und inzwischen auch wieder ans laufen bekommen. Jedoch habe ich noch Probleme mit der Lichtmaschine, da diese keine Spannung erzeugt. Nachdem ich die LiMa auseinandergenommen hatte und zwischen den Kontakten des Kollektors des Ankers einen Widerstand von 0,3 Ohm(meiner Meinung nach Kurzschluss Widerstand) gemessen hatte war für mich das Problem eigentlich klar und ich ging von einem Wicklungsschluss aus. Problem bei der Sache war, dass der neu bestellte Anker den selben Widerstand zwischen den Kontakten des Kollektors hatte. Gehe ich jetzt recht in der Annahme, dass der Widerstand tatsächlich so gering ist oder ist der neue Anker ebenfalls defekt? Ich hätte eher einen Widerstand von 2-6 Ohm erwartet. In der Reparaturanleitung finde ich leider keine angaben bezüglich des soll Wertes. Ich wäre euch dankbar, wenn ihr mir damit ggf. weiter helfen könntet oder Ideen hättet wovon das Problem mit der Lima sonst herrühren könnte.

MfG Lukas
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Re: Lichtmaschine

Beitragvon Günter » So 14. Jan 2018, 22:28

Hallo Lukas,
herzlich Willkommen bei den Maicofreunden.
wenn ich ehrlich bin habe ich den Widerstand des Ankers noch nie gemessen, in der Werkstatt haben wir ein Ankerprüfgrät von Prüfrex das akustisch, durch Brummton im Kopfhörer, anzeigt wenn mit einem Feld des Ankers was nicht stimmt.
Manchmal kleben die Kontakte des mechanischen Reglers, wenn man ihn einmal von Hand schaltet funktioniert er meist nachher wieder. Die Kontaktflächen des Reglers kann man mit 400er Schmiergel etwas nacharbeiten, danach mit Papierstreifen reinigen bis kein schmutz mehr am Papier ist. Die Kohlen sind schon mal in den Führungen schwergängig, oder die Federn ausgeleiert.
Gruß Günter
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Re: Lichtmaschine

Beitragvon Lukas L. » Mo 15. Jan 2018, 06:09

Hallo Günther,
Und Danke für die super schnelle und freundliche Antwort. Die Kontakte des Reglers habe ich bereits überarbeitet und auch schon bei laufendem Motor von Hand geschaltet. Die Federn der Kohlen sind für mein Verständnis straff und die Kohlen laufen gut in ihren Führungen. Ein Ankerprüfgerät besitze ich leider nicht, deshalb mein Versuch die Funktionalität über den Widerstand zu bestimmen.
Und noch eine weitere Frage: gehe ich recht in der Annahme, dass die Statorspulen über den Strom der durch die Ladekontrollbirne fließt erregt werden? Oder könnte ein nicht erregter Stator ebenfalls des Rätsels Lösung sein?
Danke schonmal im Vorraus
Gruß Lukas
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Re: Lichtmaschine

Beitragvon tante willi » Mo 15. Jan 2018, 20:16

Willkommen im Club ;) Geh mal auf Google und gib "Lichtmaschine prüfen Motorrad" ein. Dann klicke " Bordelektronik selbst prüfen - Louis - Motorrad + Freizeit " an. Das ist sehr Hilfreich. Was auf 12 Volt beschrieben ist geht auch mit 6 Volt du kannst ja dann die Sollmesswerte etwa abschätzen.Bei mir hat das Gut Funktioniert. Denke daran dass die Kohlebürsten nicht mit Fett oder Öl oder Bremsenreiniger in Berührung kommen. Wenn doch wird der Kollektor schwarz und die Lima lädt nicht mehr. Das kannst du dann beheben durch erhitzen der Kohlebürsten mit einem Heißluftgerät bis das Zeug verdampft ist und abschleifen des Kollektors mit feinem Schmiergelpapier. Ich kann ein Lied davon singen. :lol: Den Regler hab ich gleich ausgetauscht und einen Elektronischen eingebaut war zwar nicht ganz Billig ich war dann aber auf der Sicheren Seite. Auf Empfehlung von Günter habe habe ich auch Gleich noch eine 8 A Sicherung +Seite Batterie eingebaut. Das Zubehör bekommst du für ein par Euro im Baumarkt. Ist eine Feine Sache wenn du an der Elektrik Arbeitest brauchst du nicht jedesmal die Batterie abklemmen! So und nun viel Spaß beim prüfen ;) Ich hab auch eine Weile gebraucht Aber Mann lernt nie aus. :) Gruß " Tante Willi "
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Re: Lichtmaschine

Beitragvon Günter » Di 16. Jan 2018, 10:45

Lukas L. hat geschrieben:Und noch eine weitere Frage: gehe ich recht in der Annahme, dass die Statorspulen über den Strom der durch die Ladekontrollbirne fließt erregt werden? Oder könnte ein nicht erregter Stator ebenfalls des Rätsels Lösung sein?
Die Lichtmaschine benötigt Spannung über die Ladekontrolleuchte! Ist die Ladekontrolleuchte durchgebrannt arbeitet die Lichtmaschine nicht, wird die Batterie entladen. Ich habe als Tachobeleuchtung ebenfalls eine 1,2 Watt Lampe verbaut, so habe ich für die Ladekontrollleuchte immer eine Reservelampe dabei. Jede Menge Infos zu mechanischen Reglern, Gleichstromlimas usw. findest du im Buch "Der Kupferwurm" von Carl Hertweck.
Gruß Günter
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Re: Lichtmaschine

Beitragvon tante willi » Sa 17. Feb 2018, 20:27

Hallo Leute Ich habe Heute ein par Schrauberstunden eingelegt. Da ich im Moment meine m250b Teilweise zerlegt habe ,habe ich wie vom Kupferwurm empfohlen zusätzliche Massekabel verlegt. Eines vom Lichtmaschinengehäuse zum Scheinwerfergehäuse und eines vom Lichtmaschinengehäuse direkt auf Masse Batterie. So braucht sich der Massestrom keinen Umweg suchen. Schaden kann diese Maßnahme nicht. Gruß " Tante Willi "
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Re: Lichtmaschine

Beitragvon tante willi » Sa 14. Jul 2018, 11:50

Hallo Freunde der Maico :) Geschraubt wird Jetzt Gefahren wird Später. ;) Ich bin Derzeit dabei die Lima der Maico unserer Tochter auf Vordermann zu bringen. ;) Weis von Euch jemand wie hoch der Wiederstand der Feldwicklungen sein muss ? :?: Bei meiner m250b sind es 7 bzw. 9 Ohm. Bei der meiner Tochter 6,6 bzw. 4,0 Ohm. Das kommt mir wenig vor. Die Lima meiner m250b funktioniert. :D Regler und Kohlebürsten der Tochtermaico sind Neu. Gruß an alle Maicofreunde und die die es noch werden " Tante Willi " P.S. Ich werde Heute Abend wahrscheinlich noch eine Runde drehen. :!: :!:
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Re: Lichtmaschine

Beitragvon tante willi » Sa 14. Jul 2018, 20:02

Hallo Ihr Freunde Ich habe da noch was Ergänzend zu meiner Frage von heute Morgen. Habe die Feldwicklungen ausgebaut und den Anker mal genau betrachtet. Dadurch das ein Metallkern einer Feldwicklung lose auf dem Anker lag bzw. schliff sieht der Metallkern des Ankers etwas verrebbelt aus. Genauso der eine Metallkern der Feldwicklung. :x Betrachtet mal die Bilder und gebt Eure Meinung dazu ab ob dies Einfluss auf die Ladeleistung der Lima haben könnte. :?: Die Ankerwicklungen scheinen in Ordnung zu sein habe alle durchgemessen und in etwa den gleichen Widerstand erhalten. Gruß " Tante Willi "
Dateianhänge
DSC_9202.JPG
Metallkern Feldwicklung
DSC_9202.JPG (84.5 KiB) 99-mal betrachtet
DSC_9198.JPG
Anker
DSC_9198.JPG (108.55 KiB) 99-mal betrachtet
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Re: Lichtmaschine

Beitragvon tante willi » Mo 16. Jul 2018, 18:45

Hallo Schrauber Ich bin wieder ein Stück weiter. ;) Habe Gestern die Riefen auf dem Metallkern des Ankers mit dem Deltaschleifer geglättet und den Kollektor Nachgearbeitet d.h. die Rillen richtig Sauber ausgearbeitet. Gestern Abend dann habe ich ein Reparaturhandbuch als PDF im Internet gefunden und alles ausgedruckt. Dank an den Herrn der die Reparaturanleitung zur Verfügung gestellt hat. :!: :!: Laut Beschreibung sollte, wenn man die Batterie direkt an die Feldwicklung Plus an Plus Minus an Minus anschließt, ein Magnetismus entstehen. Kein Magnetismus festgestellt dafür aber dass ein Spule warm wird. :x Ich schätze die Feldspulen sind im Eimer. :roll: Oder weis von Euch noch Jemand etwas? :?: Erst mal viele Grüße vom Unermüdlichen Schrauber " Tante Willi "
Dateianhänge
DSC_9210.JPG
Aus Rep. Handbuch
DSC_9210.JPG (145.11 KiB) 77-mal betrachtet
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Re: Lichtmaschine

Beitragvon Günter » Di 17. Jul 2018, 09:14

Alle Spulen sollten bei Spannung gleichmäßig anziehen, kann es sein das du den Regelwiderstand und nicht das Minuskabel erwischt hast. Minus liegt auf der Minuskohle und auf Masse. Nicht einfach die Feldspulen abschrauben, vorher die Eisenkerne kennzeichnen, sie müssen in der gleichen Position wieder montiert werden. Neue Feldspulen habe ich vorrätig.
Gruß Günter
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