Drehzahlmesser Nachbauten Kröber/Pitsch Kompatibilität

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christianDedek
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Drehzahlmesser Nachbauten Kröber/Pitsch Kompatibilität

Beitrag von christianDedek » So 7. Jun 2020, 22:49

Hallo MD-Experten und Restauratoren,

ich habe an einem "RS"-Motor eine batterielose Motoplat-Zündanlage und einen Drehzahlmesser aus den 70er Jahren auf dem Motoplat draufsteht. Mir wurde aber bereits mehrfach versichert, dass es sich um einen Kröber-DZM handelt. Mein Ziel ist es meine Motoplat-Zündung weiter zu nutzen, da ich aber keine Ersatzteilquelle kenne(ich kenne niemanden der die eingegossenen Motoplat-originale reparieren kann ), möchte ich ungern einen DZM neu kaufen, der nutzlos wird wenn die Motoplat nach mehr als 50 treuen Jahren endgültig keinen guten Zündfunken mehr produziert. Momentan bringt der Motor aber noch satte 26PS bei 10.500 U/min nur der DZM springt manchmal.

Da der DZM etwas schwächelt habe ich nach Ersatz Ausschau gehalten und bin bei der belgischen Firma HPI - Horse Power Ignition fündig geworden https://hpi.be/pitsch.php.

Mangels Erfahrung habe ich folgende Fragen:
1. Gibt es jemanden der Kröber DZM reparieren/instandsetzen kann oder sind Nachbauten die einzige Alternative?
2. Hat jemand bereits erfolgreich DZM von HPI als Ersatz für Kröber/Pitsch an einem MD/RS Motor verbaut ?
3. Hans Hinn meinte der Original Kröber DZM habe sich für verschiedene Zündanlagen u.a. auch Motoplat nutzen lassen, leider finde ich im HPI Katalog nur die Modelle WU21 die speziell für Motoplat sind aber keinen Universal DZM der passt. Kennt oder hat jemand eventuell diesen Universal Kröber/Pitsch DZM auf den Hans mich hingewiesen hat ?

Bin für Hinweise und Erfahrungen, die mir helfen sehr dankbar.

Neigschmeckter
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Re: Drehzahlmesser Nachbauten Kröber/Pitsch Kompatibilität

Beitrag von Neigschmeckter » Di 9. Jun 2020, 09:59

Moin,

"schwächelnder DZM", "kein guter Zündfunken", etc....habe ich auch noch nicht gehört....

Also, generell gibt es keinen "universellen el. DZM", er muss sich nach dem el. Prinzip des Primär-Zündspannungs-Generators (Gleichspannung? Wechselspannung?) richten.
Ausnahme: Kröber hat bei einigen Typen seiner DZM die Lichtstrom-Frequenz der Schwulimazü gemessen, dann war der DZM vom Zündungs-Prinzip unabhängig.
Die MOTOPLAT-Anlage ist eine MHKZ. Der 1981 verstorbene Wolfgang Kröber und sein Nachfolger Herbert Pitsch haben bis 1991 DZM an MOTOPLAT geliefert, mit dem M.-Markennamen auf dem Ziffernblatt. (einen der letzten 91er habe ich hier noch irgendwo "rumfliegen" oder besser "rumliegen".....)
Wolfgang Kröber wollte einen DZM schaffen, der für möglichst viele Zündanlagen einsetzbar war, den Typ LZ 13, der hier schon behandelt wurde. Der misst üblicherweise die Unterbrecher ("Uko")-Frequenz, wenn diese gleich der Drehfrequenz des Motors ist. Das funktioniert bei Batterie-Zündungen generell und bei Magnet-Zündungen, wenn zwei oder vier Polpaare vorhanden sind. Jetzt kommt das Entscheidende an dieser Stelle: Der LZ 13 soll auch laut Betriebsanleitung

http://lh3.ggpht.com/_pgVnqW1g3oE/TP6aD ... CI1190.JPG

bei HKZ funktionieren, wenn wieder Drehfrequenz = Zündfrequenz ist. bei Zweitakt-Einzylindern kenne ich keinen Fall, bei dem das nicht so ist. Bei Viertaktern gibt es beides, da kann auch Drehfrequenz = 2 x Zündfrequenz sein.
Aber: Wolfgang Kröber nannte die Zündanlagen "BC"...?? ich weiß nicht, was präzise er damit gemeint hat. "Battery Charging", das wäre dann eine BHKZ. Und hieße das, dass MHKZ damit ausgeschlossen werden??? Herbert Pitsch kann man nicht mehr fragen, weil er leider 2014 verstarb. Sein Sohn Ulrich Pitsch könnte die Frage wohl auch beantworten, aber ich weiß nicht, wo er wohnt.
Abschließend, die Wahrscheinlichkeit, dass der Kröber/Pitsch/HPI (technisch alle identisch) LZ 13 an der Minus-Klemme der MOTOPLAT-Zündspule angeschlossen die Drehzahl korrekt misst, ist hoch, aber garantieren könnte das heute nur noch jemand von HPI. Auf keinen Fall an der Plus-Klemme anschließen, denn dann zerstört die Kondensator-Entladung plus Rück-Induktion den DZM.

Hoffentlich bringt Dich die Info weiter!
Gruß
N.

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