Ein Neuer:.. meine alte Maico nach 35 Jahren wiederbeleben

hildwol
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Ein Neuer:.. meine alte Maico nach 35 Jahren wiederbeleben

Beitrag von hildwol » Mo 13. Mär 2017, 23:17

Hallo liebe Maicofreunde,

möchte mich bei Euch als Neuer vorstellen und erstmal mit meiner Maico-Geschichte anfangen:

ich hatte mir 1980 mit knapp 18 Jahren für 600 DM eine alte Maico gekauft, diese -nachdem ich sie entgrünt (d.h. weinrot / schwarz gepinselt) hatte- knapp zwei Jahre gefahren, bis mir das Geld und die Lust an der Maico und auch am Motorradfahren ausging (..Lust u.a. weg, weil auf ca 2000km zwei Zylinder / Kolben verbraucht).

Also landete sie bei meinen Eltern in der Nähe von Kiel in der alten Abstellgarage, ..bis ich sie mir letzten Herbst runter ins Rheinland geholt hatte.
Und nun bin an freien Wochenendstunden am Auseinanderschrauben: es soll ein netter Neuaufbau werden, ..mal schauen, wie weit und wie schnell ich es hinkriegen werde.

Zustand für ca 35 Jahre Standzeit an sich erstaunlich gut: Tank zwar gnadenlos innen verrostet (den werde ich mir neu gönnen), in den Packtaschen hatten sich Mäuse breit gemacht, aber sonst noch alles an wichtigen Teilen dran, Motor nicht fest, Reifen halten sogar noch Luft, Rost und Gammel hält sich sonst in Grenzen...
Bild anbei hatte ich gemacht, als ich mit Wasserschlauch alle Spinnennetzreste und Mäusekötel abgespritzt hatte, ..war irgendwie wie neu verlieben ;)

So, das als erste Vorstellung; ich hab die letzten Wochen schon bisschen im Forum rumgeschnuppert, liest sich sehr gut bei Euch!
Ich hoffe, dass ich bei Euch den einen oder anderen Hilfeschrei erfolgreich loslassen kann;-)

Schönen Gruß von Wolfgang aus Siegburg
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Günter
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Re: Ein Neuer:.. meine alte Maico nach 35 Jahren wiederbeleb

Beitrag von Günter » Di 14. Mär 2017, 11:18

Hallo Wolfgang,
herzlich Willkommen bei den Maicofreunden,
Mäuseköttel, Staub und Spinnweben das kommt mir recht bekannt vor!
Habe gerade eine große Mörtelwanne voller neuer Ersatzeile gekauft, die standen 30 Jahre irgendwo in der Garage, das Dach der Garage war auch undicht. In einem Auspuffkrümmer hatte sich eine Maus ein Nest gebaut. Die meisten Teile müssen erst einmal zum Sand strahlen.

Gruß Günter
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Gilles
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Re: Ein Neuer:.. meine alte Maico nach 35 Jahren wiederbeleb

Beitrag von Gilles » Di 14. Mär 2017, 12:12

Herzlich willkommen und viel Spass mit die MB !
Maico sammlen und Maico fahren !

MaikOh
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Re: Ein Neuer:.. meine alte Maico nach 35 Jahren wiederbeleb

Beitrag von MaikOh » Di 14. Mär 2017, 14:16

Auch von mir ein herzliches Willkommen!
Scheinbar bin ich nun nicht mehr das jüngste Mitglied :D
Wünsche viel Erfolg beim Aufbau - schätze wir haben da eine ähnliche Aufgabe 8-)

Beste Grüße

hildwol
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Re: Ein Neuer:.. meine alte Maico nach 35 Jahren wiederbeleb

Beitrag von hildwol » Fr 24. Mär 2017, 00:32

Hallo und Dank für den netten Empfang!

Die Maico ist nun halbwegs zerlegt (außer Motor), die ersten Teile kriege ich hoffentlich nächste Woche zum Pulverbeschichter (Rahmen, Schwinge, Unterschutzblech) bzw Lackierer, damit ich endlich mal mit dem Wiederraufbauen los komme. Und ich habe nun halbwegs Überblick, was ich mir zum Neuaufbau alles gönnen werde / muss, so schlimm sieht es (bisher!) an sich gar nicht aus.
Aber hier die ersten Fragen in die Runde:

(1) Die Stoßdämpfer sind hinten massiv im Gummi ausgeschlagen, hier denke ich auch an einen Neuersatz (oder sollte es eine Möglichkeit geben, neue Gummibuchsen einzusetzen?). Es gibt neben den Originalen ja allerhand Ersatzstoßdämpfer (Louis etc) mit frei liegender Feder, könnte ja auch ganz nett ausschauen. Hat jemand einen Tipp, welche halbwegs gut zu der Maico passen (und immer noch etwas Federwirkung haben / nicht durchschlagen)? An den ausgelutschten Altteilen messe ich eine Länge (Augenmitte) von 305 aus, korrekt?

(2) Irgendwie bin ich auch von der Idee angefixt, statt der normalen Doppelsitzbank (die bräuchte sowieso neuen Bezug und Entrostung) eine Einzelschwingsattel raufzubauen, ggf auch mit Soziussitz hinten auf dem Schutzblech. Wie viel Aufwand wäre dies, ist hier viel Bastelei nötig oder gibt es eine Lösung, die sich 'einfach so' raufschrauben lässt? Ungefähre Kosten? ..und könnte ich da mit meinen 1,85m noch halbwegs bequem drauf sitzen?

Dank schon mal für Eure Hilfestellung!

Besten Gruß
Wolfgang

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Re: Ein Neuer:.. meine alte Maico nach 35 Jahren wiederbeleb

Beitrag von hildwol » Fr 24. Mär 2017, 00:48

..einen hab ich noch (auch wenn die Frage so noch nicht drängt):

(3) welche Übersetzung würdet Ihr mir empfehlen?
Habe bei mir noch "BW" drauf: 14er Ritzel und 46er Kettenrad.
Ritzel gibt es ja bis 18er: was würde sich -wenn sie denn mal läuft- am Besten zum gemütlichen Rumtuckern auf der Straße (ohne irgendeinen Geländeehrgeiz) eignen?

Besten Gruß
Wolfgang

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hamburger
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Re: Ein Neuer:.. meine alte Maico nach 35 Jahren wiederbeleb

Beitrag von hamburger » Fr 24. Mär 2017, 07:41

hildwol hat geschrieben:Hallo und Dank für den netten Empfang!



(1) Die Stoßdämpfer sind hinten massiv im Gummi ausgeschlagen, hier denke ich auch an einen Neuersatz (oder sollte es eine Möglichkeit geben, neue Gummibuchsen einzusetzen?). Es gibt neben den Originalen ja allerhand Ersatzstoßdämpfer (Louis etc) mit frei liegender Feder, könnte ja auch ganz nett ausschauen. Hat jemand einen Tipp, welche halbwegs gut zu der Maico passen (und immer noch etwas Federwirkung haben / nicht durchschlagen)? An den ausgelutschten Altteilen messe ich eine Länge (Augenmitte) von 305 aus, korrekt?


Besten Gruß
Wolfgang
Ich habe welche von Hagon verbaut und bin sehr zufrieden damit, die gibt es in allen Längen (auch 305mm) und kein vergleich zu den "Streben" die original verbaut waren.

Gruß

Joe
Älter werden ist leider unvermeidbar, Erwachsen werden aber nicht zwingend notwendig! Ich bin der älteste 8 jährige den ich kenne, und das ist gut so! Zum Erwachsen werden hab ich nach meinem 90 Geburtstag noch jede Menge Zeit!

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Günter
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Re: Ein Neuer:.. meine alte Maico nach 35 Jahren wiederbeleb

Beitrag von Günter » Fr 24. Mär 2017, 11:42

hildwol hat geschrieben:..einen hab ich noch (auch wenn die Frage so noch nicht drängt):

(3) welche Übersetzung würdet Ihr mir empfehlen?
Habe bei mir noch "BW" drauf: 14er Ritzel und 46er Kettenrad.
Ritzel gibt es ja bis 18er: was würde sich -wenn sie denn mal läuft- am Besten zum gemütlichen Rumtuckern auf der Straße (ohne irgendeinen Geländeehrgeiz) eignen?

Besten Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
14 vorne ist sehr kurz, je nach Kg Belastung und Zustand des Motors kann man 15, 16 oder 17 verbauen.
Ohne Suzius und überwiegend in der Ebene sollte 16 Z passen.
Die Maico möchte nicht in der Teillast tuckern, besser ist die Gänge vernünftig ausfahren, auch nochmal runterschalten und Vollgas geben.

In der originalen Optik wird es mit vernünftigen Dämpfern schwer, ich habe schon öfter an der Maico Dämpfer von einer Gummikuhverbaut. Die funktionieren seht gut nur die Optik ist anders. Drauf achten wenn man die Dämpfer wechselt, das die Stahlhülsen die gleiche Länge wie bei der Maico haben, sonst zieht man mit den Schrauben den Rahmen zusammen bzw. unten in der Schwinge haben die Dämpfer seitlich Spiel. Ich stelle mir passende Hülsen auf der Derhbank her.

Bei deiner Körpergröße musst du sehen das du den Sitz weit hinten montierst sonst sitzt du wie "ein Affe auf dem Schleifstein" die M 250 B ist so niedrig gebaut das auch Fahrer mit 165 Körpergröße die Füße auf die Erde bekommen. Man kann den Sitz auch höher setzen um eine angenehmere Sitzposition zu bekommen, das sieht nur nicht unbedingt gut aus.

Gruß Günter
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Re: Ein Neuer:.. meine alte Maico nach 35 Jahren wiederbeleb

Beitrag von profi » Fr 24. Mär 2017, 18:09

Hallo, Wolfgang!
Ich bin aktuell auch dabei meine alte Maico wieder aufzubauen (siehe meinen Thread). Aktuell werde ich aber immer durch irgendwelche Widrigkeiten unterbrochen.
Ich wünsche Dir (und mir) viel Erfolg.
Mit Günter haben wir einen Pabst zur Seite, was ja nun nicht so gaanz schlecht ist.
Gruß
Wolfgang
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Günter
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Re: Ein Neuer:.. meine alte Maico nach 35 Jahren wiederbeleb

Beitrag von Günter » Fr 24. Mär 2017, 19:24

profi hat geschrieben:Mit Günter haben wir einen Pabst zur Seite, was ja nun nicht so gaanz schlecht ist


Wolfgang übertreibt maßlos!

Ich kenne die M 250 B und ihre Zicken ganz gut, da ich sie ein paar Jahre als Alltagsfahrzeug gefahren habe. Ich war damals beim Bergwerk Prosper in Bottrop beschäftigt, die meisten Kollegen vom Bergwerk kennen mich als Kradmelder der schnell irgendwelche Ersatzteile, wichtige Papiere oder Ölproben von Bergwerk zu Bergwerk beförderte oder dringend benötigte Ersatzteile von irgendwo im Ruhrgebiet holte.
Da es damals noch kein Internet gab und telefonieren teuer war musste ich mir meine Erfahrungen selbst erschrauben, erst mal ein paar Teile kaputt fahren um draus zu lernen. Darum habe ich mir mein M 250B ein Ersatzteillager angelegt, ich war es nach kurzer Zeit leid das die einschlägigen Händler einen oft vertrösten und man auf ein dringend benötigtes Teil Wochen warten muss. Ein Händler liefert wohl schnell und zuverlässig, aber mit dem mag man nicht freiwillig telefonieren.
Als ich das "eckig um die Kurven fahren" im Winter leid war habe ich mir ein M 250 B Gespann mit Velorex-Sw angeschafft. Das Gerät bewegt man fast nur mit Vollgas wenn man vom Fleck kommen will, in schnell gefahrene Rechstkurven muss man etwas turnen sonst ist das Rad des SW nur in der Luft. Auch das Bremsen ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, man redet besser vom planmäßigen Anhalten. Das Vorderrad einer Md 250 mit ausreichender Bremswirkung will ich noch mal implantieren.

Gruß Günter
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