Modellgeschichte 01: MC und GS Modelle bis 1963

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Maico-Mac
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Modellgeschichte 01: MC und GS Modelle bis 1963

Beitrag von Maico-Mac » Fr 30. Jan 2015, 15:10

Hallo Gemeinde !
Ich hab vor Jahren mal einige Beiträge im Rugginose-Forum über Maico Geländemaschinen geschrieben und möchte hier mal eine Kopie des ersten Beitrages posten, quasi als Aufhänger und Diskussionsgrundlage ;) Zwischen GS und MC habe ich hier nicht getrennt. Meistens waren die GS'er von den MC-Modellen abgeleitet und bekamen Modelländerungen erst etwas später ab (z.T. eine Saison später) !

Hier gehört alles rein, was mit dem Modellen bis 1963 zu tun hat.
Danach gab es wieder einen Modellwechsel, den ich ggf. in einem weiteren Thema ansprechen werde.


Am Anfang der Maico-Geländemodelle stand das Modell mit dem sogenannten Spitzmotor mit 3 Gängen, bis 175ccm. Später mit 4 Gängen noch erfolgreicher !

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Danach kam dann der große Motor mit 200, 250 oder 277ccm. Dieser 4-Gang Motor von Maico wurde Rundmotor und später dann GrauGußMotor (GG-Motor oder in USA = iron barrel), nach dem Zylinderwerkstoff, genannt. Zunächst noch mit Schwingengabel,

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dann mit Teleskopgabel + zusätzlichem Dämpfer (Bild2) !

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Da geht was :B): :D

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Aus diesem Modell in der "Moto Cross" Bauweise (stärkerer Rahmen mit ovalem Rohr und Lenkkopf geschweißt, anstelle des gegossenen der Blizzard Baureihe) wurde das Bundeswehr Modell M250B abgeleitet.

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Dann ab 1961 in der Serie eine neu entwickelte Gabel mit hydraulischer Dämpfung. Aufgrund der Gleitrohre aus Stahl war das Gewicht recht hoch und die Gabel hatte den Spitznamen "Panzerfaust".

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Die 175'er MC Maico hatte schon ab ~1957 den ovalen Zylinder aus Aluminium mit bis zu 16 PS.
Hier auf dem Bild ist auch schon der neue Rahmen zu sehen, der 1962 bis 1963/64 zum Einsatz kam.

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Letzte Ausführung der 250'er mit "Iron Barrel" und dem Scrambler Luftfiltersystem für USA, leicht und sch.... :wacko:

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Alu Zylinder waren auch für die 250'er ab ca 1962/63 zu bekommen. Zunächst hatte man mit hartverchromten Laufbahnen experimentiert, weil die 175 das auch hatte, aber bei der 250'er klappte das nicht. Die Wärmeausdehnung war zu groß und der Zylinder hatte keine Dauerleistung. Mit GG Buchse haute es dann aber doch hin mit der Leistung (23PS anfangs).

Hiernach beginnt dann die Ära der Doppelschleifenrahmen und Alu-Zylinder 250, 277, 350 und 360'er. Und die Jagd auf die 4Takter der großen Klassen konnte beginnen :P !

So, dann mal los mit Euren Beiträgen.... ;)
Zuletzt geändert von Günter am Mo 25. Mär 2019, 18:38, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Beitrag soll nicht runter wandern

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Diana
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Re: Modellgeschichte 01: MC und GS Modelle bis 1963

Beitrag von Diana » Sa 31. Jan 2015, 14:10

Ein toller Beitrag, Maico-Mac! :) Sehr interessant!
Gruß Diana
...das schönste Rot der Welt.

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Maico-Mac
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Re: Modellgeschichte 01: MC und GS Modelle bis 1963

Beitrag von Maico-Mac » Fr 6. Feb 2015, 22:29

Hier mal eine Panzerfaust-Gabel im Detail (Feder liegt aussen und die Gabelbrillen sind wie bei der Blizzard ).
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Und hier das Vorbild von HOREX (Feder allerdings innen), welche auch später noch gerne anstelle der "Panzerfaust" verwendete wurde !
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Später wurde dann auch gerne eine Ceriani Gabel verwendet, die hatte eine wesentlich bessere Dämpfung!

Ich selbst habe eine WaBeHa-Horex und 1 weitere Horex für meine alten GS und MC gehortet. Die sind einfach leichter.
Vor allem wenn man noch die 18'er Achse gegen eine 14 oder 15'er tauscht ;)

Ansgar
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Re: Modellgeschichte 01: MC und GS Modelle bis 1963

Beitrag von Ansgar » So 15. Nov 2015, 21:03

Hallo Maico-Mac,

ich muss jetzt mal ein bisschen weiter ausholen, wen's langweilt, der muss einfach wegklicken, aber ich denke es lohnt sich.

Meine erste Maico waren eigentlich 2 1/2 MD50, gekauft für eine Handvoll DM auf der Veterama. Damals war ich 17. Jetzt bin ich 50......

Die bin ich schwarz gefahren, mit allen Konsequenzen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Seitdem hat mich Maico nicht mehr losgelassen.

Dann, mit 20, meine erste BW-Maico. Auch mit allen Konsequenzen.....

Von einer "Roten" habe ich immer geträumt, konnte sie mir aber nie leisten.

Vor zehn Jahren sind mir zwei "Rote" zugelaufen: Eine MC250, Baujahr 1977 und eine MC125 mit Drehschieber, natürlich, Baujahr 1979 (?).

Für die 250er habe ich mir einen 78'er Rahmen mit Brief gekauft und in 5 langen Jahren neu aufgebaut. Kommt nur bei schönem Wetter raus, zum Fahren eigentlich viel zu schade. Macht aber tierisch Spaß und geht wie die Hölle.

BTW, bin immer noch auf der Suche nach einem GS125 Rahmen, also mit Brief, damit ich den Drehschieber endlich mal auf die Straße bringe.

Jetzt, im hohen Alter, bin ich auf die Idee gekommen, an klassischen Geländerennen teilzunehmen. Die Rote ist viel zu schade, außerdem ist eigentlich gefühlt jede zweite teilnehmende Maschine eine rote Maico aus den Jahren '77 bis '79.

Also muss was anderes her. Geschwind mal eine GS von Baujahr 1960 kaufen? Leider Fehlanzeige. Außerdem ist der Weg das Ziel.

Also flugs noch eine BW-Maico gekauft und auf die GS von damals umgebaut. Sollte dann aber schon gut aussehen, kein Gemurkse!

Allerdings fehlen mir noch ein paar Infos.

Ich habe als Grundlage erst einmal folgendes (Ich weiß, dass da einiges gemischt wird, das soll aber auch so eine Art Resteverwertung werden):

Eine komplette BW-Maico BJ '59, Ein neu aufgebautes Chrom-Hinterrad 18 Zoll und ein neu aufgebautes 21 Zoll Chrom-Vorderrad. Ich habe jetzt für hinten einen 110/80-18 Zoll Reifen, vorne 80/90-21, ich hoffe, das passt so ungefähr zum Original. Das sollten also hinten 4 Zoll Breite sein und vorne 3 Zoll.

Außerdem einen Cinemascope-Zylinder 250ccm mit Kopf und Vergaser. Kolben muss neu, das wird wohl Köstler machen, inklusive Zylinder schleifen.

Erste Frage: Es sieht so aus, als wäre der Rahmen hellblau. Gibt es da eine bekannte RAL-Bezeichnung?
Zweite Frage: War der Tank immer Chrom? Komplett Chrom? Ich meine, auch schon mal rot gesehen zu haben (Den Tank....) Wenn ja, gibt es da auch einen RAL-Ton. Das spätere RAL 3000 der "Roten" ist es nicht, denke ich. Den BW Tank nachträglich verchromen wird wohl nicht funktionieren.

Das wären mal die nächsten Dinge, die ich wissen müsste, damit es weitergeht.

Den Auspuff werde ich aus dem BW-Teil umschweißen, den Krümmer, wenn's sein muss, auch.

Seitendeckel mache ich selber, kleinen Scheinwerfer muss ich noch besorgen. Tachoantrieb muss auch noch irgendwie auf den neuen Rad-Durchmesser umgebaut werden. Naja, und Sitzbank kürzen, aber das sind dann die Kleinigkeiten.

Hat jemand noch irgendwelche Tipps oder Bilder (in Farbe?) oder vielleicht sogar Teile der originalen GS aus diesen Baujahren? Das wäre super!

Ich bin für jede Hilfe dankbar.

Viele Grüße aus Heidelberg
Ansgar

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Maico-Mac
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Re: Modellgeschichte 01: MC und GS Modelle bis 1963

Beitrag von Maico-Mac » Di 24. Nov 2015, 16:37

Ansgar hat geschrieben:Hallo Maico-Mac,
....................
Erste Frage: Es sieht so aus, als wäre der Rahmen hellblau. Gibt es da eine bekannte RAL-Bezeichnung?
Zweite Frage: War der Tank immer Chrom? Komplett Chrom? Ich meine, auch schon mal rot gesehen zu haben (Den Tank....) Wenn ja, gibt es da auch einen RAL-Ton. Das spätere RAL 3000 der "Roten" ist es nicht, denke ich. Den BW Tank nachträglich verchromen wird wohl nicht funktionieren.
..............
Hi Ansgar!
Sorry, hab den Beitrag erst jetzt gesehen..
Zu Frage 1: Wenn du den Rahmen von der MC Maschine ganz oben meinst, der ist "mintgrün" oder wie das damals hieß... Plus Chromtank und roter Sitzbank, so sahen die ersten GS alle aus. RAL Ton hab ich nicht, das weiss aber der Ulli (Maicoarchiv), schreib den mal an..
Zu Frage 2: Die späteren GS waren rot und hatten z.T. auch silberne Tanks. Siehe das 3. S/W Bild von oben (Werksfoto)!
Mach dir da keinen Stress, Du baust ja eh nur eine Replika ;) und kannst tun und lassen was du willst.
Evtl baust du auch einen kleineren Tank ein, z.B. von einer Jawa oder CZ :)

Gruß
Mac

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Re: Modellgeschichte 01: MC und GS Modelle bis 1963

Beitrag von kradfahrer » Di 1. Dez 2015, 22:41

Hallo Ansgar,

ich glaube, Du solltest mal kurz über den Rhein nach Speyer kommen. So ein paar Sachen kann ich beisteuern. Ich habe vor ein paar Jahren eine BW zur GS umgebaut. Den Tachoantrieb musst Du übrigens nicht ändern. Ein Tacho mit der Wegdrehzahl 0,88 ist der richtige. Dann noch mit einem Tageskilometerzähler und die Sache ist perfekt. Das ist zwar kein Verkaufsfred, aber ich hätte einen übrig. Zudem noch einen originalen Sportrahmen mit Brief. Ist zwar keine 180er FIN, wie bei den GSen, aber dafür Blizzard und nicht BW.

Gruß

Martin

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Re: Modellgeschichte 01: MC und GS Modelle bis 1963

Beitrag von M250B_RT » Sa 25. Feb 2017, 16:06

Ich habe hier ein verbasteltes Crosser-Fragment mit der Fgst-Nr. 262142.
Weiss jemand zu welchem Fahrzeug-Typ und Baujahr das konvergiert?

Viele Grüße,
Markus

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Günter
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Re: Modellgeschichte 01: MC und GS Modelle bis 1963

Beitrag von Günter » So 26. Feb 2017, 21:37

M250B_RT hat geschrieben:Ich habe hier ein verbasteltes Crosser-Fragment mit der Fgst-Nr. 262142.
Weiss jemand zu welchem Fahrzeug-Typ und Baujahr das konvergiert?

Viele Grüße,
Markus
unter der Fin 262.... habe ich eine MC 490 Baujahr 1983 in meinen Unterlagen.

Gruß Günter
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Re: Modellgeschichte 01: MC und GS Modelle bis 1963

Beitrag von Ansgar » So 19. Nov 2017, 20:28

Hallo Gemeinde,

zwei Jahre sind rum, die BW/GS ist fast fertig. Letzte Woche kam der Power-Dynamo! Nur noch schnell die Elektrik gemacht, dann kann's losgehen. Hatte im Sommer schon mal beim TÜV vorgefühlt, "Alles kein Problem" wurde mir signalisiert. Wir werden sehen....

Ich bin heute aber auf ein neues Problem gestoßen, eigentlich zwei, vielleicht könnt ihr mir weiter helfen.

1.) Mit der elektronischen Zündung, mit Cinemascope Zylinder, wie früh würdet ihr die Zündung stellen? Power Dynamo sagt, die haben bei Zweitaktern keine explizite Verstellung und Empfehlen bei der BW statt 4 mm vor OT 3mm zu nehmen. Kann ich das so auf den Cinemascope übertragen? Ich kenne ja vom Cinemascope nicht einmal den originalen Wert.

2.) Ich habe den Zylinder frisch schleifen lassen, neuer Kolben mit einem L-Ring, 68,5mm. Nach dem kompletten Zusammenbau habe ich festgestellt, dass der Kolben im OT irgendwo aufsetzt und es nicht weitergeht. Verbaut habe ich in einem Anfall geistiger Umnachtung den Kupferdichtring mit 0,6mm Stärke aus einem anderen Modell (Ich denke vom Dreiwellenmotor). Jetzt kommen mir Zweifel..... Der Außendurchmesser ist 80mm, dass passt, aber innen sind es nur 67mm. Der L-Ring kommt am OT ca. 0,1mm (also gerade mit der Anphasung) aus der Laufbuchse raus, damit drückt er aber gegen die Dichtung und blockiert. Dass ich eine Dichtung brauche, die einen Innendurchmesser von 68,5mm hat ist mir klar, aber welche Stärke wird denn original verwendet? Das ist ja nicht unerheblich bezüglich Verdichtung und Pleuellagern und so..... (Habe da schon mal einen 4-Zylinder Honda Motor geschrottet, Pleuellager tauschen ist nicht lustig!

Mal schauen, ob ihr mir weiter helfen könnt. Dann gibt's auch tolle Bilder vom Umbau. :D :D :D

Vielen Dank im Voraus,
Ansgar

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Gilles
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Re: Modellgeschichte 01: MC und GS Modelle bis 1963

Beitrag von Gilles » Mo 20. Nov 2017, 10:45

Hallo

2) kannst Du nicht einfach 2 Zylinderfussdichtung nehmen (hab ein MD Motor gekauft, der hat 5 Dichtungen !!)

Gruss

Gilles
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