Maico M 175 Fanal

Maico M 175 Fanal

Beitragvon stalbuss » Mo 12. Jun 2017, 22:27

Liebe Maico Freunde,
Als aller erstes möchte ich euch herzlichst grüßen und mich als neuestes Mitglied hier vorstellen.
Mein Name ist (um es kurz zu halten) Alex, ich bin 25 Jahre alt, Maschinenbauer und begnadeter Schrauber, 2-Takt-, Oldtimer- und Motorrad-Fan.
In meinem Besitz befindet sich eine Maico M175 Fanal, Baujahr 54 mit Rundmotor. Diese wird momentan restauriert und das einzige Hilfsmittel dazu ist eine Kopie einer Ersatzteilliste.
Mein aktuelles Problem ist die Telegabel, die NICHT, wie bei ziemlich allen anderen Modellen gleich ist, sonder Original wohl schon ein Zukaufteil aus England gewesen sein muss. (Steuerrohr mit ganz exotischem 1 1/16" 24 Gang Gewinde, statt M27x1). Meine Frage an euch wäre, was kommt zur Schmierung in diese Gabel hinein. Öl? Wenn ja welches und vor allem wieviel, Feder werden eingefettet?
Ich sehe in dem Öl nur leider keine Bewandniss, sofern dort wirklich welches hineinkommt.
Da kennt sich doch bestimmt jemand von euch aus, oder?

Beste Grüße aus dem Odenwald,
Alex
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Hier die Gabel um die es geht
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Re: Maico M 175 Fanal

Beitragvon Günter » Di 13. Jun 2017, 12:21

stalbuss hat geschrieben:Meine Frage an euch wäre, was kommt zur Schmierung in diese Gabel hinein. Öl? Wenn ja welches und vor allem wieviel, Feder werden eingefettet?Ich sehe in dem Öl nur leider keine Bewandniss, sofern dort wirklich welches hineinkommt.

Hallo Alex,
herzlich Willkommen bei den Maicofreunden.
Lustig diese Gabelkonstruktion, sehr wartungsintensiv. Geschmiert wird das Ganze mit reichlich Getriebefließfett. Das ist ein Spezialfett mit sehr guter Haftung, dünner als Fett aber dicker als Öl.
Die Gabel ab Bj. 1953 hat eine sog. "Öldämpfung", der Kolben 1672 verdrängt durch die Feder 1670 das Öl nach außen, läuft aus dem Ölraum Öl über läuft es in einen Leckölraum und kann an den Gummipfropfen 1662 abgelassen werden. Ölfüllung je Holm 75ccm SAE 30.
Gruß Günter
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Re: Maico M 175 Fanal

Beitragvon Günter » Di 13. Jun 2017, 12:33

Den Führungsring 1659 lässt man am Besten weg, er sorgt dafür das eingedrungnes Wasser nicht nach unten ablaufen kann und die Außenrohre in dem Bereich unterhalb des Unterjoches übel rosten. Ich hatte gerade einen Fall aus Portugal, da ist das Außenrohr infolge Korrosion gebrochen.
Gruß Günter
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Re: Maico M 175 Fanal

Beitragvon stalbuss » Di 20. Jun 2017, 18:46

So hier mal ein kurzes Update.
Nach der tollen Hilfe und noch dem ein oder anderen Ersatzteil von Günter habe ich heute die Gabel fertig montiert und den Vorderreifen eingebaut.
So langsam sieht es wieder einem Motorrad ähnlich.
Die Tage war ich auch nochmal kurz beim Heumann in Lützelbach / Höchst. Wer ihn noch nicht kennt, eine sehr gute Anlaufstelle für jegliche Oldtimer Ersatzteile, vornehmlich Benzinhähne aus eigener Produktion, sowie super Service, was das Einspeichen betrifft.
Nach einem kurzen Plausch stand seine Meinung bezüglich des zu verwendenden Öls für das Getriebe fest.
Er empfiehlt ein neueres Getriebeöl auf Mineralbasis. Ich hätte da ein 10W30 (SAE 80) von Motul, mit dem ich auch ganz gut in meiner 350er RD fahre.
Gibt es dahingehend Einwände sowas zu fahren?
Ich hab immer mal was von rutschenden Kupplungen gehört, aufgrund eines "falschen" Öls.

Ich wünsche allen einen frohen Feierabend.
Gruß Alex
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Re: Maico M 175 Fanal

Beitragvon Günter » Di 20. Jun 2017, 20:44

stalbuss hat geschrieben:Er empfiehlt ein neueres Getriebeöl auf Mineralbasis. Ich hätte da ein 10W30 (SAE 80) von Motul, mit dem ich auch ganz gut in meiner 350er RD fahre.
Gibt es dahingehend Einwände sowas zu fahren?
Ich hab immer mal was von rutschenden Kupplungen gehört, aufgrund eines "falschen" Öls.Ich wünsche allen einen frohen Feierabend.
Gruß Alex


Hallo Alex,
unlegiertes SAE 40 Motoröl funktioniert gut, bei modernen Ölen mit reibungsmindernden Additiven kann die Kupplung rutschen.
Ist das Öl zu dick trennt die Kupplung schlecht oder gar nicht. Ich habe auch einige Zeit mit allen möglichen Ölen experimentiert, bin aber wieder zu dem Einbereichsöl zurück gekommen.
Gruß Günter
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